Oma und Opa

Wie werden Oma und Opa in Köln genannt?

Wie sagt man eigentlich Oma und Opa in der kölschen Sprache? Wer in Köln aufgewachsen ist, kennt die Begriffe meist schon aus dem Kinderwagen – für alle anderen lohnt sich ein Blick in die kölsche Sprache.

Wie fast alles in der kölschen Sprache sind die Begriffe auch immer mit einem bestimmten Gefühl verbunden – und bei vielen sicher auch mit Erinnerungen an die Kindheit.

Doch wie genau heißen Oma und Opa auf Kölsch? Weißt du es? In diesem Quiz zur kölschen Sprache kannst du es testen. Unter dem Quiz findest du außerdem eine Erläuterung zum Begriff.

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Wie werden Oma und Opa in Köln genannt?

Oma und Opa in der kölschen Sprache werden Besteva und Bestemo genannt. Das klingt zunächst erstmal etwas ungewöhnlich, aber sie leiten sich einfach aus den Wörtern Bestevader und Bestemoder ab. Laut Adam Wrede (S. 98) ist der Bestevaar im Hännesje mit Maretzebill und Hännesje eine Hauptfigur, der gutmutige Alte.

9 weitere wissenswerte Fakten zur kölschen Sprache

1. Das „ch“ wird oft zu „sch“

  • Hochdeutsch: ich, Milch, machen
  • Kölsch: isch, Milsch, maache
  • Das „ich“-Laut ([ç]) existiert im Kölschen kaum – er wird fast immer zum weicheren „sch“.

2. Das „g“ am Wortende wird oft zu „j“

  • Hochdeutsch: Tag, weg
  • Kölsch: Daach, wech
  • Das harte „g“ wird weich oder fällt weg, häufig spricht man ein kehliges ch/j.

3. „Pf“ wird zu „p“

  • Hochdeutsch: Pferd, Apfel, Pfanne
  • Kölsch: Pääd
  • Der Laut „pf“ ist im Kölschen unüblich – er wird zu einfachem „p“.

4. Viele Diphthonge werden zu Monophthongen

  • Hochdeutsch: Haus, Leute, laut
  • Kölsch: Hus, Lück, lutt
  • Lange Doppellaute wie „au“ oder „ei“ werden verkürzt.
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5. Die kölsche Satzstellung ist oft direkter

  • Kölsch verwendet häufig Personalpronomen + Verb direkt, z. B.:
    • Ich han Hunger statt Ich habe Hunger
    • Mer jon ens luschere = Wir gehen mal schauen

6. „sein“ und „haben“ werden sehr flexibel gebraucht

  • Ich ben dobei = Ich bin dabei
  • Ich han dat = Ich habe das
  • Wie im Hochdeutschen – aber im Alltag extrem verkürzt, oft auch mit „et“ (es): Et hät noch immer jot jejange.

7. Typisch: Artikel und Diminutiv

  • Kölsch liebt bestimmte Artikel und Verniedlichungen:
    • et Hätzche, der Jung, dat Mädche
    • „-che“ ist eine gängige Form der Verniedlichung – oft mit et als Artikel.

8. „dat“ und „wat“ statt „das“ und „was

  • Wat es dat dann? = Was ist das denn?
  • Diese Umstellung ist im Kölsch absolut üblich.

9. Kölsch ist melodisch und rhythmisc

  • Es lebt vom Klang, vom Singsang. Viele Ausdrücke werden „gezogen“ oder mit Nachdruck betont.
  • Beispiel: Jooo (ja, begeistert), och jo! (aber klar!), neee (nein, aber freundlich)

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