Am Abend des 12. Februar hat die Kölner Polizei eine erste Einschätzung zum Auftakt des Straßenkarnevals in Köln veröffentlicht. Mit allgemeinen Zahlen hielt sich die Polizei noch zurück, doch die Tendenz war laut den Einsatzkräften bereits am Abend absehbar:
In Köln waren weniger Jecken an Weiberfastnacht auf den Straßen, als in den Jahren zuvor. Einer der Gründe dürfte mit Sicherheit das andauernde Regenwetter am 12. Februar gewesen sein. Mit 10 Grad war es in Köln zwar mild, über weite Teile des Tages war es aber am regnen.
Die Stimmung sei zunächst überwiegend friedlich gewesen. Mit zunehmender Alkoholisierung sei es in den bekannten Feier-Hotspots jedoch vermehrt zu Streitigkeiten gekommen. Einsatzkräfte hätten wiederholt eingreifen müssen, um Auseinandersetzungen zu unterbinden.
Seit etwa 18 Uhr beobachtete die Polizei eine starke Abwanderung an den üblichen Plätzen in Köln.
Bis 19 Uhr nahm die Polizei zwölf Personen in Gewahrsam, unter anderem zur Durchsetzung von Platzverweisen. Zudem leitete sie erste Ermittlungen wegen angezeigter sexueller Belästigungen, Körperverletzungen und Diebstähle ein.
Mann klaut Smartphone und bedroht Frau mit Machete
In der Weidengasse soll einer Frau ihr Mobiltelefon geraubt worden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sie das Gerät einem Mann kurzzeitig geliehen.
- Dieser habe es nicht zurückgegeben, die Frau mit einer Machete bedroht und sei anschließend geflüchtet. Die Ermittlungen dauern an.
Mann zwingt anderen Mann zu Oralverkehr
Im Zülpicher Viertel ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts einer Vergewaltigung unter Männern.
- Nach aktuellem Stand soll ein Mann einen anderen zum Oralverkehr gezwungen haben. Auch hier stehen die Ermittlungen noch am Anfang.
Einen ersten Fall von Gewalt gegen Einsatzkräfte registrierte die Polizei ebenfalls. Ein Mann soll einem Zivilpolizisten, der eine Auseinandersetzung beenden wollte, einen Kopfstoß versetzt haben. Der Beamte erlitt dabei Gesichtsverletzungen und war anschließend nicht mehr dienstfähig.
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