Köln ist flach – und trotzdem liegt der nächste Weitblick oft nur eine kurze Autofahrt entfernt. Rund um die Stadt beginnen das Bergische Land, das Oberbergische und das westliche Rheinland, mit Höhenzügen, auf denen Aussichtstürme ganz neue Perspektiven eröffnen.
Die folgenden Aussichtstürme liegen maximal rund eine Autostunde von Köln entfernt. Sie zeigen ganz unterschiedliche Landschaften: bewaldete Mittelgebirge, industrielle Großräume und weite Übergänge zur Rheinebene. Manche eignen sich für einen kurzen Abstecher, andere für eine ausgedehnte Wanderung – gemeinsam ist ihnen der Blick, der den Radius der Stadt spürbar erweitert. (Foto: Anja Kortmann / Das Bergische)
Aussichtsturm Panarbora – Baumwipfelpfad (Waldbröl, ca. 50 km von Köln)
Der Aussichtsturm im Naturerlebnispark Panarbora liegt rund 50 Kilometer östlich von Köln bei Waldbröl und ist Teil eines groß angelegten Baumwipfelpfades. Der Holzturm ist etwa 40 Meter hoch und über einen spiralförmigen, barrierearmen Weg erreichbar. Dadurch ist der Aufstieg weniger anstrengend als bei klassischen Treppentürmen und auch für Familien gut geeignet.
Von oben öffnet sich der Blick über das Bergische Land mit seinen bewaldeten Höhenzügen und Tälern. Bei guter Sicht reicht das Panorama weit über die Region hinaus. Der Turm ist bewusst in ein Natur- und Bildungskonzept eingebettet und eignet sich besonders für einen Tagesausflug, bei dem Aussicht und Bewegung miteinander kombiniert werden. (weitere Infos)
Aussichtsturm Hohe Warte (Engelskirchen / Ründeroth, ca. 35 km von Köln)
Die Hohe Warte liegt rund 35 Kilometer östlich von Köln oberhalb von Ründeroth in der Gemeinde Engelskirchen. Der Aussichtsturm steht auf einer bewaldeten Anhöhe und ist vor allem über Wanderwege erreichbar. Er gehört zu den klassischen Aussichtspunkten im Oberbergischen Kreis und ist bei Einheimischen seit Jahren bekannt.
Von der Plattform bietet sich ein weiter Rundumblick über das Oberbergische Land. Bei sehr klarer Sicht lassen sich sogar markante Punkte in Richtung Rheinebene erkennen – darunter auch der Kölner Dom. Der Turm macht sichtbar, wie nah Köln und das bergige Umland geografisch beieinanderliegen. (weitere Infos)

Haldyturm (Engelskirchen, ca. 35 km von Köln)
Der Haldyturm liegt ebenfalls im Raum Engelskirchen, etwa 35 Kilometer von Köln entfernt, und ist ein eher stiller Aussichtspunkt im Bergischen Land. Er wird meist im Rahmen von Wanderungen angesteuert und ist weniger touristisch geprägt als andere Türme der Region.
Die Aussicht reicht über bewaldete Höhen, kleine Ortschaften und offene Landschaften. Der Haldyturm steht exemplarisch für die vielen unscheinbaren, aber lohnenden Aussichtspunkte rund um Köln, bei denen der Weg und die Umgebung genauso wichtig sind wie der Blick von oben. (weitere Infos)
Aussichtsturm „Auf dem Knollen“ (Bergneustadt, ca. 45 km von Köln)
Der Aussichtsturm „Auf dem Knollen“ befindet sich bei Bergneustadt, rund 45 Kilometer östlich von Köln. Der Turm ist etwa 30 Meter hoch, die Aussichtsplattform liegt auf rund 26 Metern. Durch seine erhöhte Lage zählt er zu den markanten Aussichtspunkten im Oberbergischen.
Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über das Bergische Land hinaus – bis ins Ebbegebirge und in Richtung Rheinschiene. Der Turm ist besonders bei Menschen beliebt, die gezielt einen Höhenpunkt ansteuern wollen und einen klassischen, unverstellten Rundumblick schätzen. (weitere Infos)
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Indemann – Aussichtsturm am Tagebau Inden (ca. 45 km von Köln)
Der Indemann liegt westlich von Köln am Tagebau Inden, etwa 45 Kilometer von der Domstadt entfernt. Mit rund 36 Metern Höhe ist er kein klassischer Natur-Aussichtsturm, sondern bewusst als Landmarke in einer vom Braunkohleabbau geprägten Landschaft errichtet worden.
Von oben bietet sich ein weiter Blick über den Tagebau, rekultivierte Flächen und das umliegende Rheinland. Der Indemann zeigt eindrucksvoll den Wandel der Landschaft und hebt sich deutlich von den naturnahen Aussichtstürmen im Bergischen Land ab – weniger idyllisch, dafür umso eindrücklicher. (weitere Infos)
Aussichtsturm Hohe Hardt (Morsbach, ca. 60 km von Köln)
Der Aussichtsturm auf der Hohen Hardt steht am südlichen Rand von Morsbach im äußersten Südosten des Bergischen Landes, etwa 60 Kilometer von Köln entfernt. Der Turm ist etwa 35 Meter hoch und thront auf dem namensgebenden Hausberg der Gemeinde.
Über einen markierten Wanderweg (z. B. „Baumweg“ oder A1-Route) erreicht man den Turm nach einem angenehmen Aufstieg durch abwechslungsreiche Waldlandschaft und offene Flächen. Die 169 Stufen der Wendeltreppe führen auf die Aussichtsplattform, die meist am Wochenende Ziel vieler Spaziergänger und Wanderer ist.
Von der Plattform eröffnet sich bei guter Sicht ein ausgesprochen weiter Panoramablick: über das bergische Umland hinaus kann man Teile des Morsbacher Berglands, den Westerwald, das Siebengebirge sowie Bereiche des Sauerlands und *Siegerlands erkennen.
Die Lage des Turms macht ihn zu einem klassischen Wanderziel – ideal für alle, die Aussicht mit Bewegung in der Natur verbinden möchten. Zwischen Turm und Parkplatz gibt es auch Rastplätze und Wege, die sich für kürzere oder längere Touren anbieten.



