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5 Grafiken, die die neuesten Corona-Zahlen in Köln ohne Alarm und Panik einordnen

In Köln hat der Inzidenzwert (neue Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen) am Samstagmorgen die Marke von 50 überschritten. Köln gilt damit offiziell als so genanntes „Risikogebiet“.

Die Bezeichnung klingt dramatisch, letztlich ist es aber lediglich ein festgelegter Wert, der einen Anhaltspunkt für die aktuelle Lage geben soll. Hier wird allerdings lediglich ein Faktor, nämlich die neuen Infektionen der letzten 7 Tage, berücksichtigt.

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Das Landeszentrum für Gesundheit in NRW hat mehrere Grafiken bereitgestellt, die jenseits von reinen Infektionszahlen zeigen, wie sich die Lage in Köln derzeit darstellt:

Screenshot: Landeszentrum für Gesundheit NRW

Die obige Grafik zeigt die Zahl der neuen Corona-Fälle in Köln pro Zeitverlauf. Also der vielen bereits bekannte Wert mit einem deutlichen Abflachen im Mai und seit September einem deutlichen Anstieg der Fälle in Köln.

Screenshot: Landeszentrum für Gesundheit NRW

Diese Grafik zeigt, wie sich die Fälle je Altersgruppe verteilen. Je dunkler die Farbe, desto älter die Personen. In der Verteilung für März sieht man gut den recht hohen Anteil von über 60-Jährigen.

Der deutliche Anstieg in den vergangenen Tagen ist dagegen auf eine andere Altersgruppe zurückzuführen. Die Zahlen für Oktober zeigen, dass der Anteil der 10-19-Jährigen je 100 Infektionen deutlich zugenommen hat: von 6,6 Prozent auf 15 Prozent.

Der prozentuale Anteil der anderen Altersgruppen ist dagegen gleich geblieben. Zuletzt haben sich in Köln also vor allem 10-19-Jährige infiziert.

Screenshot: Landeszentrum für Gesundheit NRW

Diese Tabelle zeigt die prozentuale Verteilung je 100 neue Fälle. Wichtig dazu: In absoluten Zahlen gab es in allen Altersklassen einen leichten Anstieg der Infektionen. Besonders stark war der aber auch hier bei 10-19-Jährigen.

Wer muss besonders geschützt werden?

Diese Grafik zeigt, welche Altersgruppe – gemessen an ihrer Anzahl in der Bevölkerung – am häufigsten erkranken. Es sind die Alten:

Damit es keine Missverständnisse gibt: Die jungen Altersgruppen haben in absoluten Zahlen die meisten Fälle, aber es gibt eben auch deutlich mehr junge als alte Menschen in Köln. Die Grafik zeigt, wie viele Fälle es je 100.000 Einwohner in einer Altersgruppe gibt, damit es besser vergleichbar ist.

Wer ist bislang in Köln gestorben?

Diese Grafik zeigt, wer in Köln bislang verstorben ist: Je älter die Menschen sind, desto anfälliger sind sie. In der Altersgruppe bis 80 waren außerdem zumeist Männer betroffen. Unter 40 ist kein Kölner bislang an Corona verstorben.

Was bedeutet das nun für Köln?

Es gibt ein recht klares Bild davon, wie sich die Lage in Köln darstellt: Es ist nicht bekannt, dass sich in Köln massenhaft Menschen in Supermärkten, beim Friseur, im Brauhaus oder anderen Veranstaltungen und Orten anstecken, bei denen die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Auch nach Konzerten etwa in der Lanxess Arena gab es keine Berichte über eine massenhafte Verbreitung.

In den Kölner Kitas gibt es in zwei Kitas drei infizierte Kinder und sieben infizierte Mitarbeiter in sechs Kitas. Zur Einordnung: Köln hat 685 Kitas mit 41.986 Kita-Kindern. Es steht also nicht zu befürchten, dass Kitas bald schließen müssen. Der größte Risiko-Faktor hier ist eher, wenn sich Personal ansteckt.

Die Kölner Schulen sind etwas stärker betroffen: Stand Freitag gab es an 48 Kölner Schulen 70 infizierte Schüler. Aber auch hier zur Einordnung: Es gibt 297 Schulen mit 152.049 Schülern.

Große Infektionsherde waren zuletzt immer wieder Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, bei denen Menschen über einen längeren Zeitraum ohne ausreichenden Schutz zusammenkamen. Hierzu zählen etwa Hochzeiten aber auch anderen private Feiern.

Insofern erscheint von den neuen Maßnahmen, die die Stadt Köln am Freitag vorgestellt hat, vor allem die Begrenzung von privaten Feiern auf maximal 25 Leute sinnvoll und der Versuch, dass sich die Leute weniger volllaufen lassen und im Anschluss unvorsichtig werden.

Die aktuellen Zahlen und die vergangenen Monate haben gezeigt, dass viele Aktivitäten des Alltags, wie etwa Einkaufen mit entsprechendem Schutz möglich sind und auch die Kölner Kitas aktuell keine Infektionsherde darstellen.

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Zum Thema:

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Stadt Köln nennt 8 Maßnahmen, die am 11.11. in Köln gelten

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