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6 Fakten über die geheimnisvolle Welt auf dem Kölner Melatenfriedhof

Offiziell ist Melaten der größte Friedhof in Köln. 55.540 Gräber gibt es auf dem Areal, das 435.000 Quadratmeter groß ist (Quelle). Tatsächlich aber ist der Ort an der Aachener Straße mehr als das: Melaten ist 200 Jahre Kölner Stadt- und Gesellschaftsgeschichte, bietet eine einzigartige Tierwelt mitten in der Stadt und ist eine Kombination aus Grünanlage und Ruhestätte, die einen faszinierende Atmosphäre und Ruhe ausstrahlt. (Quelle Herbstfoto Melaten: Silke)

Wer über die Aachener Straße an Melaten vorbeifährt, blickt auf die Friedhofsmauer, die seit 1810 dort steht.

Wir haben hier 6 Punkte über Melaten aufgeschrieben, die jeder kennen sollte, der sich für Köln interessiert.

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Melaten gibt es wegen Napoleon

Während der französischen Besatzungszeit (1794-1814) wurden in Köln Beerdigungen innerhalb der Stadt im Jahr 1804 aus hygienischen Gründen untersagt. Napoleon erließ hierzu das „Kaiserliche Dekret über die Begräbnisse“. Es musste ein Gelände her, das außerhalb der Stadtmauern lag.

Das war bei der Lage der Fläche an der Aachener Straße der Fall. Das Gelände des Melatenfriedhofs liegt heute zwischen mitten in der Stadt, war damals aber deutlich vor der Stadtmauer. Köln hatte damals weniger als 50.000 Einwohner.

Der Name geht ins Mittelalter zurück

Ab dem 12. Jahrhundert war auf dem Gelände des heutigen Friedhof ein Heim für Lepra-Kranke. Der Name war Hof Melaten. Das Wort kommt vom französischen Wort „malade“, was auf Deutsch krank bedeutet.

Dieser Hof mit seiner Kapelle aus dem Mittelalter wurde später in den Friedhof integriert. Drumherum wurden noch weitere Flächen hinzugekauft.

Melaten ist ein Naturparadies mitten in der Stadt

Ferdinand Franz Wallraf, nach ihm ist der Wallraf-Platz nahe des Doms benannt, plante den Friedhof, der 1810 eingeweiht wurde. Schon zu diesem Zeitpunkt wollte er mehr als nur einen Friedhof schaffen, sondern eine Grünanlage, die zugleich als Ort der Erholung dienen sollte.

Bis heute hat sich der Friedhof diesen Charakter bewahrt. Als Landschaftsschutzgebiet bietet er zudem vielen Tieren mitten in der Stadt eine Heimat. Allein 40 Vogelarten haben hier ein Zuhause gefunden.

Der Sensenmann

Der Sensenmann gehört zu den bekanntesten Figuren des Melatenfriedhofs. Er sieht furchteinflößend aus, symbolisiert den Tod, trägt eine Sanduhr und eine Sense.

Die Patenschaft für das Grab hat Steinmetzfamilie Steinnus (seit 1835 Steinmetze in Köln).

Das Bild zeigt den Sensenmann auf Melaten. Foto: Factumquintus / CC BY-SA 3.0

Melaten erzählt Geschichten Kölner Familiendynastien

Wer schonmal auf Melaten war, weiß, was gemeint ist: Auf den „Straßen der Millionäre“ sind die großen Kölner Familiendynastien beerdigt, wie Deichmann oder Farina („Eau de Cologne“).

Die Grabanlagen sind manchmal schlicht, manchmal verwittert und manchmal auch pompöse und tempelähnliche Gebäude. Fest steht: Wer zum ersten Mal hier spazieren geht, der wird überrascht sein von der Viefalt der Grabmale, der Skulpturen und bekannter Namen. Das alles in Verbindung mit der Natur.

Es ist ein Gang durch die letzten 200 Jahre von Köln: „Der Friedhof ist in seiner Gesamtheit das bedeutendste Denkmal der Kölner Bürgerschaft des 19. Jahrhunderts“, so die Stadt Köln.

Melaten ist die Ruhestätte von Kölner Prominenten

Viele Prominente haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Von Willy Millowitsch (Flur 72 a), Willi Ostermann, Hans-Jürgen Wischnewski über Dirk Bach und Guido Westerwelle, sowie Kölner Unternehmer wie Heinrich Reissdorf und Peter Joseph Früh (in einem Wandgrab). Die Liste lässt sich endlos weiterführen.

Die Stadt Köln hat hier einen Übersichtsplan mit den einzelnen Parzellen des Friedhof online gestellt. Denn vor Ort ist es ohne Plan schwierig, sich zurecht zu finden. Hier siehst du 8 Gräber von Prominenten auf dem Kölner Melatenfriedhof und wo sie liegen.

Weitere Informationen zu Personen und dem Friedhof findet ihr auf der Seite des Fördervereins.

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3 Antworten auf „6 Fakten über die geheimnisvolle Welt auf dem Kölner Melatenfriedhof“

Ich habe seid 5 Jahren einen Freund aus Kölle, pendle zwischen Leipzig hin und her , habe die Stadt und ihre Menschen lieb gewonnen bin ein richtiger Karneval Fan geworden , Sehenswürdigkeiten der Rhein Veranstaltungen alles sehr schön
Brigitte zoudendyk

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