Melatenfriedhof Köln: 9 Gräber von Prominenten und wo sie liegen

Der Melatenfriedhof in Köln ist die letzte Ruhestätte für tausende Menschen aus den vergangenen Jahrhunderten. Er erzählt zugleich auch ein Stück Kölner Stadt und Sozialgeschichte. Viele herausragende Kölner Persönlichkeiten sind hier begraben.

Wir haben euch hier eine Übersicht erstellt mit den Grabstätten bekannten KölnerInnen und wo auf Melaten ihr sie findet. (Der Friedhofs-Plan ist unten verlinkt)

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Das Grab von Dirk Bach

Der Kölner Comedian und Schauspieler Dirk Bach (gestoben 2012) hat wohl eine der buntesten Grabstätten auf dem Melatenfriedhof. Neben ihm begraben liegt seit 2019 sein Ehemann. An seinem Grab ist eine rosa Bank aufgestellt. (Hier lest ihr mehr über das Grab von Dirk Bach) Das Grab findet ihr hier: Lit C an Flur J (14)

Foto: Ricardo Welling

Das Grab von Willy Millowitsch

Der Grabstein der Familie Millowitsch enthält keine Daten und Vornahmen, sondern lediglich den Familiennamen. Die Daten der Familienmitglieder sind auf den weißen Stufen der Ruhestätte unauffällig eingraviert.

Willy Millowitsch starb 1999. Der Trauerzug damals ging vom Kölner Dom zum Melaten Friedhof. Das Grab befindet sich in Flur 72a

© 1971markus@wikipedia.de / Cc-by-sa-4.0
Die Gravuren auf den Stufen des Grabs der Familie Millowitsch. Foto: Gisela Mews

Das Grab von Willi Herren

Am 5. Mai 2021 wurde Willi Herren auf dem Kölner Melatenfriedhof beerdigt. Er war am 20. April leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Willi Herrens Sarg wurde dabei mit einer Kutsche von der Trauerhalle zum Grab gefahren. Auf dem Sarg war eine goldene Dom-Silhouette zu sehen, dazu sein Spruch: T„schüss, Ciao und auf Willisehen – Maach et jood, schwing d´r Hoot. Kumm jood op d´r Emmer un drieß keine Lack av.“ Die Trauerfeier am Tag der Beerdigung auf Melaten begann um 11.11 Uhr.

Das Grab von Willi Ostermann

Willi Ostermann fand 1936 auf Melaten seine letzte Ruhe. Er hat heute ein Ehrengrab (Standort: Lit. R). Sein Name und seine Lieder sind auch im Jahr 2020 noch so präsent, wie zu seinen Lebzeiten. Er ist mit seiner Ehefrau Käte begraben, die 1959 starb.

Auch bei seiner Beerdigung gab es damals einen beispiellosen Trauerzug durch Köln. Als der Sarg ins Grab niedergelassen wurde, spielte die Kapelle seinen Song: „Och, wat wor dat fröher schön doch en Colonia“.

Foto: Gisela Mews

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Das Grab von Jupp Schmitz

Auch die Lieder von Jupp Schmitz („Wer soll das bezahlen“ / „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“) sind auch heute noch fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Jupp Schmitz starb 1991 und liegt auf Melaten auf Flur X1 neben seiner Ehefrau begraben.

In der Kölner Altstadt gibt es direkt neben der Hohe Straße ein rührendes Andenken an Jupp Schmitz.

Foto: Ricardo Welling

Guido Westerwelle

Der ehemalige Bundesaußenminister starb 2016 mit nur 54 Jahren an Leukämie. Sein Grab liegt an der so genannten Millionenallee, an denen viele weitere herausragende Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Foto: Gisela Mews

Das Grab von Johann Christoph Winters

Er ist der Gründer des Hänneschen Theaters, woran auch sein Gedenkmal auf dem Melatenfriedhof hindeutet. Unter seinem Kopf sind zwei Puppen zu sehen. Er starb 1862 in Köln.

Foto: Ricardo Welling

Das Grab von Hans-Jürgen Wischnewski

Den jüngeren Lesern dürfte der Name Hans-Jürgen Wischnewski aus Filmen über die RAF bekannt sein. Die älteren Leser werden ihn aus dem politischen Gesehen der 70er-Jahre in der Bundesrepublik kennen.

Er führte u.a. Verhandlungen bei der Entführung von Hanns Martin Schleyer durch die RAF und flog bei der Enführung der Landshut im Oktober 1977 nach Mogadischu, wo er erreichte, dass die GSG9 das Flugzeug stürmen und die Geiseln befreien konnte.

Er verstarb 2005, sein Grab liegt auf Flur 3 in N.

Die Gruft der Familie Deichmann

Wer an Deichmann denkt, der denkt heute an die bekannte Schuhkette mit Filialen in ganz Deutschland. Die allerdings wurde durch den Essener Unternehmer Heinz-Horst Deichmann (1926-2004) gegründet und hat nichts mit der Kölner Familie Deichmann zu tun.

Wilhelm Ludwig Deichmann war 1857 Mitgründer der Kölner Bank „Deichmann & Co., die 1870 eine der Gründungsbanken der Deutschen Bank wurde. Heute im Stadtbild für jeden sichtbar ist das so genannte Deichmann-Haus, das 1914 gegenüber der Eingangshalle als Nachfolger des Deichmann Palais gebaut wurde. Heute ist hier unter anderem das Gaffel am Dom mit einem 700 Quadratmeter Schankraum untergebracht.

Foto: Geolina / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Einen Übersichtsplan zum Kölner Melatenfriedhof findet ihr hier.

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5 Fakten über die geheimnisvolle Welt auf dem Kölner Melatenfriedhof

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