Dreierkette Köln

Wer rettet den Effzeh? FC-Experten sprechen über Kwasniok, El Mala – und den VAR

Wie ist die Situation beim 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund? Im FC-Podcast Dreierkette analysieren die drei Hosts Martin Schlüter, Bastian Ebel und Dän Dickopf die Niederlage und haben diverse Themen zu besprechen.

Hier liest du, wie sie zum VAR und der Situation um Said El Mala stehen und schauen auf die Trainerfrage.

Thema VAR

Dän

Dän sieht im Videobeweis aktuell eher neue Probleme als Lösungen. Gerade nach dieser Szene im Spiel gegen Dortmund wirkt das System für ihn widersprüchlich:

„Wir hatten damals dieses legendäre Ding gegen Hannover 96, wo Andreasen den Ball mit dem Ellenbogen ins Tor boxt und das war für mich immer ein Argument: Okay, wenn der VAR auch die Emotionen tötet, dann verhindert er sowas wenigstens. Und jetzt haben wir die gleiche Ungerechtigkeit, auch wenn Elfer erst mal reingeschossen werden muss. Aber es ist im Prinzip die gleiche Art von, ich sag mal, Diebstahl.“

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„Man könnte argumentieren: Alles was strittig ist, wird gecheckt und dann wird Ungerechtigkeit aufgedeckt, aber das passiert ja nicht, sondern es ist offensichtlich jetzt willkürlich, ob gecheckt wird.“

„Wir haben das Schlechteste aus beiden Welten und das finde ich schwer zu ertragen.“

Basti

Basti versteht vor allem nicht, warum der VAR ausgerechnet bei dieser Szene nicht eingreift – obwohl das System genau für solche Situationen gedacht ist.

„Er bricht ja keinen Zacken aus der Krone. Wenn man es nicht sieht, okay, dafür ist der VAR doch da. Das verstehe ich nicht.“

Dennoch will er nicht alles dem VAR in die Schuhe schieben: „Es lenkt natürlich auch so ein bisschen von der sportlichen Situation jetzt ab, also von unserem Spiel, was wir auf den Platz bringen und deswegen muss man ein bisschen aufpassen.“

Trainerfrage

Martin

Im Podcast wird auch darüber diskutiert, wie groß der Druck auf Trainer Kwasniok inzwischen ist. Für alle drei werden die beiden kommenden Spiele entscheidend sein.

„Ich glaube auch, dass man da erkennen muss, wenn es jetzt wirklich sehr arg brennt, dass man in Hamburg und gegen Mönchengladbach nicht viel Punkte holt, dann muss gehandelt werden. Es ist auch viel zu früh, dass wir Mitte März über einen Abstieg sprechen, aber das ist mit allen Mitteln zu vermeiden.“

„Aber ich glaube, wenn wir bei uns bleiben und bei uns bleiben, heißt aktuell muss ich noch den Trainer behalten, wirklich Ruhe bewahren, den Trainer, die Mannschaft machen lassen – dann sehe ich weiterhin gute Chancen, dass man in Hamburg gegen Mönchengladbach, gegen Bremen gegen Heidenheim in Pauli, in Berlin auch die nötigen Punkte holt, weil es ist kein Hexenwerk für den 1. FC Köln mit dieser Mannschaft aus diesen Spielen 10, 11, 12 Punkte zu holen.“

Dän

Dän warnt davor, vorschnell einen Trainerwechsel zu fordern – sieht aber ebenfalls Grenzen der Geduld.

„Was mich in der Vergangenheit, in meinen vielen Jahrzehnten als FC-Fan viel wütender gemacht hat: Wenn offensichtlich Leidenschaft, Einsatzwille und ein Commitment zum Verein gefehlt haben – dass man das dann oft nicht gesehen hat. Das ist alles dieses Mal nicht der Fall. Ich würde jetzt einer der letzten sein, die jetzt einen Trainerwechsel fordern, aber ich würde schon sagen, jetzt wieder ein Abstieg wäre die Hölle, fände ich wirklich grauenvoll.“

Aus dem Verliebt in Köln-Shop:

Zu einem Trainerwechsel: „Ich denke, wenn Hamburg und das Derby verloren gingen beide, muss man das machen. Das wird nicht anders zu vermitteln sein. Ich denke, auf der anderen Seite ist, glaube ich, inzwischen sogar erwiesen, dass Trainerwechsel längst nicht immer was bringen, wenn ich z.B. nach Wolfsburg schaue.

Basti

Basti hält einen Trainerwechsel zwar nicht sofort für notwendig, sieht aber durchaus die Möglichkeit, dass ein neuer Impuls helfen könnte.

„Wenn du jetzt einen Feuerwehrmann holst, wie lange bleibt der dann wirklich? Also ist das dann wieder so ein Mann, der für die Zukunft da ist oder bleibt er dann, macht Dann die ersten 4, 5 Saisonspiele in der neuen Saison, ist dann auch wieder weg. Das ist dann die Frage.“

Thema Said El Mala

Martin

Im Podcast geht es auch um Said El Mala. Für Martin bleibt er trotz schwächerer Wochen ein wichtiger Hoffnungsträger.

„Wenn ich jetzt gerade überlegen müsste, was mir am meisten Hoffnung macht, dass wir drin bleiben, würde ich bei den Top 3 auf jeden Fall auch Said El Mala nennen, weil er ist einfach ein geiler Kicker ist. Aber der persönliche Trend der Rückrunde spricht jetzt nicht für ihn.“

Dän

„Ich glaube nach wie vor, dass man ihm relativ wenige Vorwürfe machen kann. Ich glaube, diese Hochjubelei, das war ja Hysterie. Und dass er dann, wenn es nicht läuft, irgendwie Krampfhaftes zeigen will, krampfhaft das Tor machen will, was wirklich oft zu zu viel Eigensinn führt. Das würde ich einem 19-Jährigen echt nicht vorwerfen, sondern sämtlichen, in dem Fall tatsächlich die Medien und die Fans, die da Sachen von ihm erwarten und erwartet haben, die man nicht erfüllen kann.“

Basti

Basti sieht El Malas Stärken vor allem in bestimmten Spielsituationen.

„El Mala ist natürlich auch so ein Spieler, der kommt darüber, wenn Gegner macht Druck und wir kontern. Das ist das Spiel von Said El Mala und das war ja am Samstag wieder nicht so. Wir sind ja zunächst eher angerannt und da konnte er das nicht entwickeln.“

„Da muss man auch sagen: Okay, es gibt auch manche Spielsituationen, da ist es einfach nicht sein Spiel und da darf der auch noch lernen. Muss er ja auch.“

Die ganze Folge mit weiteren Themenkomplexen könnt ihr euch hier anhören:

Zum Thema: Was der 1. FC Köln Michael Trippel zu verdanken hat – eine Würdigung

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