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5 Geschichten zur KVB in den 70ern, die kaum noch jemand kennt

Links umsteigen, rechts Fahrtantritt. Dieser KVB-Fahrschein nimmt uns mit in die Vergangenheit. Und jedes Detail erzählt eine spannende Geschichte über das Köln der 70er Jahre.

Karin Maintz hat diesen Fahrschein in einem alten Buch zufällig gefunden, das Bild in unsere Facebook-Gruppe zur kölschen Sprache gestellt und dazu gefragt, aus welchem Jahr der Fahrschein sein mag.

Es kamen viele Hinweise, Erinnerungen und weitere Anekdoten zur KVB in der damaligen Zeit.

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Aus welcher Zeit ist der Fahrschein?

Das exakte Jahr kann nicht beziffert werden, fast alle Hinweisgeber sind sich aber einige, dass es vermutlich Mitte der 70er Jahre war. Viele kannte einen solchen Fahrschein aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend.

Fest steht auch: Es ist ein Erwachsenenfahrschein. Die Fahrscheine für Kinder damals waren blau.

Wieso der Preis von 66,7 Pfenning?

Der Preis von 66,7 Pfennig kommt zustande, weil es eine 3er Karte war, die insgesamt 2 Mark gekostet hat. Daher auf der Aufdruck: Bitte einzeln abtrennen. Es ist also vergleichbar mit einem heutigen Mehrfachticket.

Eine Auswahl an kölschen Designs auf Kissen, Tassen, Shirts und Pullovern findest du hier:

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Geschichten zu den Tickets

Kirsten erinnert sich: „Ganz kriminelle Menschen haben die mit Holzleim bestrichen, so könnte man die Stempelfarbe abwischen und den Schein nochmals benutzen. Die Kontrolleure kannten den Trick dann irgendwann aber auch.“

Marion ergänzt: „Die Teile lagen in Massen an der Bahnhaltestelle. Leute stiegen aus und warfen die Fahrkarten auf den Boden. Wir Pänz mussten nie lange suchen, bis wir eine noch gültige Fahrkarte für unsere Fahrten auf dem Boden fanden. 

Und wenn wir doch mal eine kauften, dann wurden sie nachher einfach zur Wiederverwertung ausradiert. Ging bei den blauen Kindertickets ganz gut.“

Was kann man aus dem Stempel lesen?

06 ist die Linie 6, die ab den 70er Jahren zwischen Marienburg und Longerich fuhr und um Juni 2007 eingestellt wurde. Heute übernimmt die Linie 15 viele der damaligen Fahrten.

3707 ist demnach die Wagennummer des so genannten A5 Wagens. Ein Modell, das die KVB früher benutzten (Hier lest ihr mehr zur Wagenreihe). 13.50 Uhr ist die Uhrzeit, an der gestempelt wurde.

Hast du weitere Erinnerungen an die KVB in der Vergangenheit? Schick uns eine E-Mail.

Hier findest du eine Auswahl an kölschen Masken für Mund und Nase :

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10 Antworten auf „5 Geschichten zur KVB in den 70ern, die kaum noch jemand kennt“

Erinnere mich an die einzige O-bus Linie Kölns, die Linie 36 vom Neumarkt nach Hohenlind Krankenhaus. Diese Busse fuhren generell mit Anhänger.
Im übrigen hat es in Köln nie Doppeldeckerbusse gegeben, was hier fuhr waren sehr unbequeme 1 1/2
Decker von Ludewig mit Büssing Fahrgestell.

In den Anhänger sind wir nie eingestiegen, denn da wurde geraucht. Wie hieß das Zeug noch mal: Burger Stumpen, Zigaretten der Marke Ofenholz, äh, Overstolz usw. Himmel, hat es da gestunken.

Ich vermisse die Linie 6 mit der Ansage zum Chlodwigplatz in kölschem Singsang: nächster Halt – Klotwischplatz“. Es fühlte sich so nach Heimat an.

Ich erinner noch den Doppeldeckerbus der KVB – ich fuhr damals von Müngersdorf zum Friesenplatz mit der Linie 51…
Die obere Etage war sehr beliebt bei uns….

Hallo, liebe in Köln verliebte!
Hätte da noch Beiträge zur KVB in den 70igern. Es gab da einen Aufkleber in den Bahnen der so schrecklich schlecht und bescheuert rüberkam, daß man den Verfasser, einen ausgewiesenen Amateurpoeten, am Liebsten….na,lassen wir das. Also er lautete in etwa, sorry, mein Gedächtnis hat hier entschuldbare Lücken : Der Freizeit A und O, ist ein Besuch im Kölner Zoo, zu Affen, Elefanten, Wölf‘, fahren 5, 16, 11. ……wow, das war kölsche Dichtkunst auf allerhöchsten Niveau und ich hatte jedesmal starke Frendschämerscheinungen und die Hoffnung, daß nicht allzuviele Auswärtige in der Stadt sind.

Anfang der 70er waren wir Pänz auch immer scharf auf die leeren Fahrkarten-Abrißblöckchen vom KVB-Büdchen. Aber mir fällt grad partout nicht mehr ein, was wir damit angestellt hatten… Vielleicht mag jemand meine Erinnerung auffrischen?!

Es wurde in die Entwerter eine Nadel eingebaut, die die Karte zusätzlich lochte. Mit 2 Löchern war sie ungültig. Nicht nur Leim, auch Wachs wurde benutzt und die Kontrolleure machten einen Strich mit dem Kugelschreiber darauf. Das klappte bei Wachs nicht.
Schülerfahrkarten waren grün.

Habe in den 60ern in der Ringenstrasse in Holweide gewohnt und bin aufs Hölderlin in Mühlheim gegangen, damals “altsprachliches humanistisches Hölderlin-Gymnasium”: die Fahrt der Linie 16 vom Wiener Platz bis zur Vischeringstrasse hat immer genau gereicht, um alle Lateinvokabeln für die nächste Stunde zu pauken!

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