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Winterhilfe für Kölner Obdachlose: Die 8 wichtigsten Informationen

Wer abends in der Stadt unterwegs ist, kennt das Bild: In Hauseingängen oder Geschäften übernachten besonders bei kalten Temperaturen wohnungslose Menschen, die hier zumindest ein wenig Schutz gegen die Kälte finden wollen.

In Köln gibt es seit nunmehr 19 Jahren die so genannte Winterhilfe. Ein umfangreiches Angebot, um Menschen in Not im Winter vor Kälte und Frost zu schützen. Hier seht ihr die wichtigsten Angebote, die es in Köln von der Stadt in Kooperation mit freien Trägern gibt:

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Schlafplätze

In Köln gibt es Schätzungen zufolge rund 6000 Wohnungslose Menschen. In diesem Winter hat die Stadt Köln neben den ganzjährigen Plätzen in diesem Winter 145 zusätzliche Schlafplätze bereitgestellt. Ein Plus von 45 Plätzen im Vergleich zum letzten Winter, wie die Stadt betont.

Es gibt eine Unterkunft in der Vorgebirgstraße, die an die derzeitigen Hygienebedingungen angepasst wurde. Hier stehen bis zu 154 Plätze zur Verfügung. An der Ostmerheimer Straße 220 gibt es eine weitere Unterkunft, die rund 60 Menschen Schutz bietet.

Bus zur Unterkunft

Die Stadt hat einen Bus organisiert, der vom Heumarkt (am Ende der Taxispur) mehrmals am Abend zur Unterkunft nach Mehrheim fährt. Obdachlose können sich in dem beheizten Bus außerdem auch bis zur nächsten Abfahrt aufwärmen.

Am nächsten Morgen fährt der Bus auch zurück in die Stadt.

Wärmezelt tagsüber

Am Bürgerhaus Stollwerck steht tagsüber bis zum 31. März ein Wärmezelt, das von 8 bis 18 Uhr offen ist. Dieses Angebot hat die Stadt in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Männer (SKM Köln) gestartet. Hier kann man ein heißes Getränk und eine warme Mahlzeit erhalten. Es gibt außerdem einen Toilettenwagen. Um 18 Uhr fährt von hier aus auch der Shuttle-Bus zur Notschlafstelle nach Merhheim.

Plätze für Frauen

In der Regentenstraße in Mülheim stehen außerdem 14 Schlafplätze für Frauen zur Verfügung.

Hilfe für Hunde

Der Tierschutzverein in Zollstück bietet Obdachlosen außerdem an, dass ihre Hunde bei ihnen übernachten können. Das ist für bis zu 10 Hunde möglich. Es wird um eine Vorankündigung gebeten (381858).

Kältegänger in der Stadt

Abends sind bei kalten Temperaturen so genannte Kältegänger in der Stadt unterwegs. Sie suchen gezielt Orte auf, wo Menschen Obdachlose gemeldet haben und biete ihnen Hilfe an.

Was kann ich tun, wenn ich Obdachlose in der Kälte sehe?

Der Träger von „Haus Rupprechtstraße“, eine stationäre Einrichtung der Straffälligenhilfe bietet eine 24 Stunden Hotline an, die Menschen wählen können, die Obdachlose in der Stadt sehen:

Dazu erklärt die Stadt Köln: „Die Meldungen werden täglich (montags bis freitags) an das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren weitergegeben. Während der Dienstzeiten des Amtes werden die Einsätze der Streetworker oder der Kältegänger zu den gemeldeten Schlafplätzen koordiniert.

Wenn jemand akut gefährdet ist, sollte man die 112 wählen.

Wie kann ich außerdem helfen?

Im Gespräch mit dem Domradio hat der Kölner Weihbischof Ansgar Puff bereits 2019 einen einfachen aber bemerkenswerten Rat gegeben, den jeder befolgen kann – auch ohne zu spenden:

„Ich glaube, das Wichtigste ist, ihnen zu vermitteln, dass sie einen Wert haben und eine Würde. Das bedeutet, dass man einen Moment Zeit hat für sie, dass man mal zuhört, dass man sie nicht einfach wegschiebt, dass man versucht zu verstehen.“

Weihbischof Ansgar Puff

Kölner lassen keinen allein. Passt aufeinander auf.

Kommentare

Hier kannst du einen Kommentar schreiben

    • Hallo haben auch so viel nicht nur Sachen für Erwachsene auch für Kinder auch Spielzeug habe viel nachgefragt aber keiner nimmt es auch die Kirche nicht und sie Sachen sind sehr gut erhalten wäre schön wenn ich weiß wo ich es hin bringen kann und es jemand gebrauchen kann

  • Wirr alle Reden nur aber so richtig Helfen tut keiner wir die ein Dach über den Kopf haben und es gut geht schauen nicht wie es den armen geht die nichts haben nein wir schauen weg weil es uns ja gut geht und wir auf die von oben schauen die nichts haben wer tut den wirklich was für die armen keiner weil heute nur noch jeder an sich denkt ja ich kann selber von mir sagen ich war selber mal einer davon und lag 3 Monate auf der Straße ich hatte glück und habe die Kurve bekommen heute gehe ich Arbeiten habe einen Sohn es hätte auch anders kommen können

  • Viele Obdachlose haben nur einen wahren Freund, Ihren Hund. Ich habe gehört, bei den Schlafstellen sind die liebsten der Obdachlosen nicht erwünscht. Was kann man dagegen tun. Würden Sie Ihr Baby zurücklassen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Kerstin Loeper