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KD Pavillon am Rheinufer

Stadt Köln lässt KD-Pavillon am Rheinufer abreißen

Er gehörte zur Kölner Rheinpromenade, wie der Säule mit dem Pegelstand. War Anlaufstelle für Touristen. Nicht nur, wenn sie Tickets brauchten, sondern auch, wenn sie mal nicht weiterkamen. Bei plötzlichem Regen bot er Unterstand.

Im Gegensatz zum Kölner Pegel steht der Verkaufs-Pavillon der Köln Düsseldorfer jedoch nicht unter Denkmalschutz. Jetzt wird das Gebäude im zeitgenössischen Stil abgerissen. Ende Juni räumte die Köln Düsseldorfer ihre Verkaufsstelle für Tickets nach Jahrzehnten.

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Der Abriss erfolgt im Zuge der Neugestaltung der Promenade und wurde bereits vor Jahren beschlossen – nun aber geht es los. Der Pavillon steht auf einer so genannten Kragplatte. Das sind 5 Meter breite Platten, die auf die Ufermauer aufgesetzt sind und in den Rhein ragen. Die müssen jetzt erneuert werden, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Betroffen ist die Promenade auf einer Länge von 255 Metern ausgehend von der Deutzer Brücke Richtung Hohenzollernbrücke.


„Wir bedauern die Umstände sehr“

„Auf der Kragplatte befindet sich ein Verkaufspavillon der KD. Dieser ist im Zuge des Neubaus
abzubrechen“, heißt in der Vorlage, die im April 2021 vom Rat der Stadt Köln beschlossen wurde.

„Im Zuge der Arbeiten soll auch unsere Verkaufsagentur an der Anlegestelle 2 ( Ausgang Salzgasse) abgerissen werden. Daher sind wir gezwungen, unsere Verkausfagentur zu verlegen“, teilte die Köln Düsseldorfer am 28. Juni auf Facebook mit. Dazu stellte sie ein Foto, wie die Arbeiter den Schriftzug vom Dach abnehmen.

Unter dem Facebook-Beitrag beschwerten sich mehrere NutzerInnen über den Abriss:

  • „Da verschwinden Kindheitserinnerungen“
  • „Schade, schon wieder ein Stück Geschichte verschwunden.
  • „Warum steht dieser Kiosk nicht unter Denkmalschutz?“

Im Gegensatz zum Verkaufspavillon wird der Spindeltreppenturm an der Deutzer Brücke erhalten bleiben. Für den denkmalgeschützten Rheinpegel, wird ein Loch in die neue Kragplatte gemacht.

Zunächst zieht die KD in einen improvisierten Container an der Hohenzollernbrücke. Wo künftig ein Pavillon stehen wird und wie der aussieht, ist aktuell noch offen.

In der Vorlage zum Abriss heißt es dazu: „Die KD sieht auch in Zukunft das Erfordernis eines Verkaufspavillons. Die Verwaltung befindet sich zurzeit in Klärung der grundsätzlichen Realisierbarkeit und der etwaigen Größe, Gestaltung und Lage.“

Ein Großteil der Arbeiten wird vom Wasser aus gemacht, da in der Altstadt nur ein begrenzter Platz für eine Baustelle zur Verfügung steht. Die neue Kragplatte wird ebenfalls auf die Ufermauer aus dem Jahr 1890 aufgesetzt, die dafür noch für stabil befunden wurde.

Die Bauzeit wird in der Vorlage mit 15 Monaten angegeben. Die Gesamtkosten der Erneuerung betragen nach jetziger Planung 13,2 Mio. Euro.

Optisch ändern wird sich übrigens nicht viel. Die neuen Kragplatten sehen so aus wie die alten Betonplatten. Nur der Pavillon wird verschwunden sein. Eine Übersicht zu der Maßnahme seht ihr auf dieser Seite der Stadt Köln.

Welche Erinnerungen habt ihr an den Pavillon? Schreibt eine E-Mail.

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