Kölsch Glas Set

Kölsch-Rätsel: Was ist ein Kallendresser?

Die kölsche Sprache ist voll mit ungewöhnlichen Wörtern, die Menschen außerhalb von Köln im ersten Moment überhaupt nicht verstehen. Ein sehr bekannter kölscher Begriff ist der des Kallendressers. Zumindest für Menschen, die aus Köln kommen.

Weißt du auch, was genau der Begriff bedeutet? Wir haben hier fünf Antwortmöglichkeiten zur Wahl gestellt. Nur eine der Antworten ist richtig. Probier es aus:

(Foto: Elke Wetzig / CC BY-SA 4.0)

Wo sehe ich einen Kallendresser in Köln?

Wenn ihr in Köln auf dem Alter Markt seid und am Brauhauz zum Prinzen nach oben schaut, seht ihr ganz weit oben am Haus eine Figur in grün, die auf einer Stange sitzt, ihr Gesäß entblößt hat und ihr Geschäft verrichtet.

Es ist übriges kein Zufall, dass die Figur ausgerechnet hier angebracht ist. Gegenüber ist das Rathaus. Und symbolisch ist damit eine Figur gemeint, die der Obrigkeit den Respekt verwehrt. Angebracht an dem Haus wurde die Figur aber erst nach dem 2. Weltkrieg. Angebracht hat sie der Kölner Architekt Jupp Engels, dem das Haus gehörte und der sich sehr für die kölsche Kultur eingesetzt hat.

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3 Kommentare

  • Eriks Düllberg

    Meine Version vom Kallendrisser ist folgende, stammt von meinem Vater, 1903 geboren in der kölner Altstadt. Sprach zeitlebens Kölsch und konnte an der Aussprache der Leute sagen aus welchem Stadtteil von Köln sie kamen. Aber zum Kallendrisser: der Ausdruck kommt daher, das sich früher in Köln die Toiletten in den Mehrfamilienhäusern der Altstadt im Hof befanden. Meistens nur drei bis vier für alle Hausbewohner und die Familien waren gross. Die Leute die im Dachgeschoss wohnten“ op dr Läuf“ die benutzten Nachttöpfe oder Eimer für Ihre Notdurft und entsorgten diese dann der Einfachheithalber in die Dachrinne, überall in der Stadt. Die Hygiene von damals war unvergleichlich im Verhältnis zur Heutigen. Den Kallendrisser mit dem nackten Arsch gegenüber dem Rathaus anzubringen ist eine „Idee“ aus dpäterer Zeit. Die zuvor beschriebene Anwendung war gängige Praxis in der Stadt, ohne Hintergrdanken. LG

    • Michael Lehnen

      In der Schule im Kölsch und Heimatkunde Unterricht wurde uns erklärt, das in der Wohnung darunter jemand Tuba spielt,
      worauf er den Hintern aus dem Fenster hielt und in das Instrument kakte.

    • Verliebt in Köln

      Danke für diese Informationen, Eriks!

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