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Kölner (60) berichtet, wie es war, in den 60er-Jahren in Fort X zu wohnen

Es ist heute ein Ort der Ruhe, wunderschön und mitten in der Stadt: Die alte Festungsanlage Fort X nördlich des Agnesviertels ist in Köln ein echter Geheimtipp: Die Anlage ist sauber und nicht überlaufen, der Rosengarten wunderschön auch die historischen Gemäuer, die heute begrünt sind, hinterlassen bei jedem Besucher Wirkung.

Die Eingang zu Fort X: Eine begrünte Festung mitten in der Stadt. Foto: Arabsalam // CC BY-SA 3.0
So sieht der Rosengarten in Fort X heute aus. Foto: Pappnaas666 // CC BY-SA 3.0

Ursprünglich als Festungsanlage gebaut gab es nach dem 2. Weltkrieg in Fort X auch Wohnungen, in den in den 60er Jahren noch KölnerInnen gelebt haben.

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Der Kölner Willi Rauch (60) wurde in Fort X geboren und hat hier 10 Jahre gelebt. Er hat uns geschildert, wie das Leben in den 60er Jahren in der ehemaligen Festungsanlage war:

„Meine Eltern und 4 Geschwister wohnten dort, ich bin 1960 auf dem Küchentisch dort geboren. Im Jahr 1970 mussten wir ausziehen, da die Stadt Köln ihr Grünflächenamt dort unterbringen wollte.

Für uns Kinder war es herrlich, ein richtiger Abenteuerspielplatz. Für meine Eltern war die Zeit jedoch mit viel Mühe und Arbeit verbunden. 2 Erwachsene und fünf kleine Kinder in einer 2-Zimmerwohnung, wo das größere Zimmer mit einem großen Schrank geteilt war.

Willi Rauch als Junge im Hof von Fort X mit seiner Mutter.
Kindheit in Fort X: So sah es auf dem Hof aus.
Spielen zwischen historischen Gemäuern: So sah die Kindheit von Willi Rauch in Fort X aus.

Ein Badezimmer gab es nicht, wir wurden in einer Zinkwanne gebadet, in der auch die Wäsche gewaschen wurde. Geheizt wurde mit Klütte und auch gekocht. Die Toilette war draußen im Hof, bei Dunkelheit nur mit Kerze oder Taschenlampe zu benutzen, da es kein elektrisches Licht dort gab.

Neben uns wohnten meine Großeltern und über denen ein Nachbar mit einer riesigen Modelleisenbahn, die wir hin und wieder bewundern durften, aber nur gucken nicht anfassen.

Im Rosengarten hatten wir Kinder eine Höhle entdeckt, mit Kerzen, Kommissbrot, Messer und einer Feuerstelle. Viel Freude hatten wir nicht an unserer Entdeckung, denn kurz darauf wurde der Eingang zur Höhle zugemauert.

Habt ihr ebenfalls an besonderen Orten in Köln gelebt? Schreibt uns eine E-Mail und schildert uns eure Erinnerungen.

Zum Thema:

Grüne Oase: 4 Gründe, warum Fort X wirklich jeden Besucher staunend zurücklässt

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