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7 Fakten, die den Mythos der Bastei in Köln am Rheinufer erklären

Es ist einer der prominentesten Bauten am Rheinufer. Doch die Bastei ist seit nunmehr über 20 Jahren (1997) schon nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch private Veranstaltungen sind seit März 2019 nicht mehr möglich. Im Jahr 2024 wird das Gebäude 100 Jahre alt. Wir haben euch hier 6 Fakten zusammengetragen, die die Geschichte und auch die Zukunft der Bastei anreißen.

Sie erklären die besondere Beziehung vieler Kölner zu dem Bauwerk Bastei und irgendwo auch den Mythos, der von diesem besonderen Kölner Ort ausgeht.

(Foto: Superbass / CC BY-SA 3.0)

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Die Entstehung der Bastei

Die Bastei in seiner heutigen Form wurde 1924 eröffnet und diente schon damals als Restaurant mit einer Aussicht über den Rhein. Die Nutzfläche betrug rund 300 Quadratmeter. Es war ein Bau des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn, der damit auch selbst seinen Durchbruch schaffte. Denn die KölnerInnen liebten diesen Ort.

(Foto: Superbass / CC BY-SA 3.0)

Gebaut auf Preußenanlage

Sie wurde jedoch nicht komplett neu erbaut, sondern auf eine preußische Befestigungsanlage auf dem 19. Jahrhundert praktisch draufgebaut.

Der neue Bau ragt acht Meter über das Rheinufer hinaus. Das bedingt auch den besonderen Blick, den man in dem Restaurant auf den Rhein und den Dom hatte, während unter einem die Menschen an der Rheinpromenade spazieren gingen. Der Blick quasi über das Wasser hat viele Menschen fasziniert.

Bastei wurde im Krieg zerstört

Das Restaurant brannte im 2. Weltkrieg 1943 aus und war auch nach Ende des Krieges noch viele Jahre eine Ruine. Erst im Jahr 1958, also 15 Jahre später, konnte die Bastei wiederhergestellt werden. Übrigens ebenfalls durch den ursprünglichen Erbauer Wilhelm Riphahn.

Restaurant in der Bastei ab 1958

Nun folgte die längste Öffnungsphase in der Geschichte der Bastei am Stück. Ab 1958 war hier ein Restaurant von Hans Herbert Blatzheim, das mit einem Michelinstern ausgezeichnet war.

Die Stieftochter des Gastronoms, der ein regelrechtes Gastronomie-Imperium mit vielen Millionen Mark Umsatz hatte (in Köln u.a. Rhein-Terrassen, Zoo-Terrassen, Café Wien) war übrigens Romy Schneider. Zeitweise hatte er auch das Management von ihr übernommen. Ihre Beziehung soll aber eher distanziert gewesen sein.

Bastei ist seit 1997 geschlossen

Die Bastei wurde zuletzt 1985 für 1,5 Millionen Mark saniert. Das Gebäude und die Technik veraltete in den Jahren darauf jedoch immer mehr. Im Jahr 1997 wurde das Restaurant für den normalen Betrieb geschlossen. Im Anschluss war es lediglich noch für private Veranstaltungen nutzbar. Der Denkmalschutz machte eine Sanierung schon damals so teuer, dass es schwerlich bezahlbar war.

Kauf und Sanierung

Seit 2017 hat die Köln Kongress Gastronomie GmbH die Bewirtschaftung übernommen. Die Stadt Köln hat zuletzt analysieren lassen, welche Mängel wirklich bestehen und wie teuer eine Sanierung wäre.

Wie unter anderem die Kölnische Rundschau im Sommer 2020 berichtete, würde eine Sanierung aufgrund der langen Mängel-Liste (Brandschutz, Asbest, Rost) über 10 Mio. Euro kosten. Eine „rentierliche Nutzung der Liegenschaft“ sei „nicht realistisch“ urteilte die Stadt. Ein ernüchterndes Ergebnisse für alle, die auf eine schnelle Wiedereröffnung gehofft hatten.

„Die Bastei wird derzeit von der Stadt Köln umfangreich umgebaut und saniert“, heißt es auf der Homepage der Bastei.

Unter dem Foto und den kölschen Schildern liest du mehrere Erinnerungen zur Bastei, als sie noch in Betrieb war.

(Foto: Superbass / CC BY-SA 3.0)

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Erinnerungen an die Bastei

Wir haben auch in unserer Facebook-Gruppe zur kölschen Sprache nach Erinnerungen an die Bastei gefragt. Hier sind einige Antworten:

„Da habe ich als kleines Mädchen vor 50 Jahren mit meiner Oma eine Eissplittertorte gegessen und mich dabei sooo erwachsen gefühlt.“ (Birgit)

„Meine Eltern sind mit mir zu meinem 18 Geburtstag dort essen gegangen. Schöne Erinnerung.“ (Britta)

„Da habe ich meine erste Dekoration gemacht 1969.“ (Ingrid)

„Rosenmontag bei schüttenden regen abends untergestellt und meinen Freund kennengelernt.“ (Steffen)

„Ich war 1996 dort zu meinem Geburtstag und wir hatten ein 6-Gang-Menü. Jam wenn man dann am Nachmittag noch Kuchen essen wollte, waren die Portionen natürlich perfekt.“ (Natalie)

Welche Erinnerung hast du an die Bastei? Schreib uns eine E-Mail.

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